Wer kennt sie nicht, die alten Fotos vom Großvater oder dem Onkel in Uniform, mit einer Beschriftung wie „Russland, Winter 1942, Minus 40 Grad“, oder die Erzählung über den Großonkel, der „in Frankreich und anschließend in Kriegsgefangenschaft“ war. Möchte man nun genaueres erfahren kann die weitere Recherche allerdings mühsam sein: Sei es durch Lücken in den Archivbeständen oder weil einem die Welt des Soldaten erst einmal fremd ist. Und doch kann man auch als militärischer Laie vieles in Erfahrung bringen, wenn man sich mit dem Thema intensiver beschäftigt.
Es stellen sich dann z.B. diese Fragen:
- wo suche ich, wenn ich mehr erfahren möchte? Vor allem wenn der einzige Hinweis vielleicht nur vage Erzählungen oder eine Feldpostnummer sind?
- was erfahre ich aus den alten Wehrmachtsunterlagen? und was nicht!
- was bedeuten Abkürzungen wie „V.Kr.1.Kl.m.Schw.“, „Grukodeis“ oder „Hvpl.“?
- was muss ich beachten wenn ich Hilfsmittel wie den „Tessin“ benutzen oder eine Anfrage an das Internationale Rote Kreuz stellen will?
Dieser Vortrag soll deshalb einen Überblick über die wichtigsten Quellen und Hilfsmittel geben. Ergänzt mit Erfahrungen aus der eigenen Forschung, einschließlich Details aus einer Wehrmachtsprozessakte – spannend wie ein Krimi und mit einem immer noch ungelösten Rätsel.
