Eine virtuelles Festival rund um die Familienforschung
Hier sehen Sie die Agenda mit allen Vorträgen und Workshops im Hauptprogramm (Raum 1 und Raum 2).
An den Messeständen der Aussteller gibt es viele weitere
Vortrags- und Sprechstundenangebote.
(Änderungen vorbehalten)
Alle Uhrzeiten sind Mitteleuropäische Zeit (MEZ)


Die deutsche Kolonialzeit ist ein komplexes und oft unterschätztes Forschungsfeld in der Genealogie. Am Beispiel einer Recherche zu einem Postmeister in Deutsch-Ostafrika in den frühen 1890er Jahren zeigt dieser Vortrag, welche vielfältigen Quellen zur Verfügung stehen – und wie sich aus fragmentarischen Spuren ein überraschend lebendiges Bild rekonstruieren lässt.
Neben klassischen genealogischen Fragen stehen hier auch Alltagsleben, koloniale Verwaltungsstrukturen, lokale Gegebenheiten und persönliche Schicksale im Fokus.
Beleuchtet werden u. a.:
– Archive und Spezialquellen zur deutschen Kolonialverwaltung
– Das Deutsche Kolonialblatt, Amtskalender und Dienstvorschriften
– Zeitgenössische Bilder, Reiseberichte und Kartenmaterial
Ziel ist es, das Bewusstsein für eine forschungsbasierte, aber reflektierte Genealogie zu schärfen, die nicht nur Ahnen sucht, sondern auch die historischen Bedingungen ihres Lebens berücksichtigt.
Wie wird aus einem Gerber ein bedeutender Bierbrauer, wie aus einem Großhändler ein Saloonbesitzer?
Lass dir von Kirchengründungen, versuchtem Kindsmord und dem Leben in 19. Jahrhundert einiger Auswanderer erzählen.

Haben Sie schon einmal nach dem Herkunftsort Ihrer Vorfahren gesucht und diesen auf keiner aktuellen Karte gefunden?
Viele Orte in Deutschland sind durch Krieg, Bergbau oder politische Veränderungen verschwunden oder umbenannt worden.
In diesem Vortrag zeige ich, wie Sie solche „verlorenen Dörfer“ mit kostenlosen Online-Werkzeugen wie Meyers Gazetteer, Kartenforum 2.0 und verschiedenen regionalen Ortsverzeichnissen wiederfinden.
Anhand praktischer Fallstudien aus Sachsen erfahren Sie, wie Sie verschwundene Orte lokalisieren und ihre historische Zugehörigkeit bestimmen.

Nicht alle Auswanderer hinterließen Spuren in den bekannten Passagierlisten. Manche reisten als Crewmitglieder, Seeleute, Schiffspersonal – oder ganz ohne offizielle Erfassung.
Dieser Vortrag widmet sich den „unsichtbaren“ Auswanderern und den oft übersehenen, aber äußerst aufschlussreichen Quellen zur Schifffahrt und Auswanderung im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Immer mehr Genealogen nutzen DNA-Tests, um neue Verwandtschaftsbeziehungen zu entdecken oder bestehende Stammbäume zu bestätigen. Doch ohne ein grundlegendes Verständnis biologischer Konzepte wie Vererbung, Chromosomen, Rekombination und Mutationen kann die Interpretation von DNA-Matches leicht in die Irre führen.
In diesem Vortrag werden die biologischen Grundlagen der genetischen Genealogie anschaulich erklärt: Wie DNA aufgebaut ist, wie sie von Generation zu Generation weitergegeben wird, warum Geschwister unterschiedliche Anteile der elterlichen DNA erben und weshalb entfernte Verwandtschaften manchmal genetisch „unsichtbar“ bleiben.
Ziel ist es, genealogisch Interessierten das nötige biologische Hintergrundwissen zu vermitteln, um DNA-Ergebnisse kritisch zu hinterfragen, Matches besser einzuordnen und die Möglichkeiten – aber auch die Grenzen – genetischer Genealogie besser zu verstehen.

Wenn wir an die großen Handelsschiffe der niederländischen Ostindien-Kompanie denken, kommen uns das weite Meer, Abenteuer, Kapitäne, Händler oder Entdecker in den Sinn. Doch was ist mit den einfachen Matrosen – den Männern unter Deck, deren Namen kaum überliefert sind, die aber maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf dieser Reisen beitrugen?
Was wissen wir wirklich über den Alltag der einfachen Matrosen, die im 18. Jahrhundert auf den Ostindienfahrern segelten? Über ihre Ernährung, ihre Schlafgewohnheiten, ihre Kämpfe mit Krankheiten und die ständige Bedrohung durch Hunger und Elend?
In diesem Vortrag werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der großen Seefahrergeschichte und erfahren, wie der „normale“ Matrose auf hoher See lebte – von Zwieback und Maden, über Krankheit und Tod und der Enge an Bord bis hin zu exotischen Gewürzen und Schiffsplanken, die mehr als nur Abenteuer boten.
Eine Reise in die Welt der „Armen Schlucker“, über die wir nur selten etwas erfahren.
Die Familienforschung in ehemaligen deutschen Siedlungen in Osteuropa kann aufgrund unzähliger Verluste von Aufzeichnungen oder verstreuter Standorte für erhaltene Aufzeichnungen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine ziemliche Herausforderung darstellen.
Am Beispiel der preußischen Provinz Pommern zeigen wir Ihnen, wie Sie:
– die Orte finden, an denen Ihre Vorfahren gelebt haben,
– feststellen, ob Aufzeichnungen erhalten geblieben sind,
– diese Aufzeichnungen in Archiven und online finden,
– kompetente Unterstützung für Ihre Forschung erhalten.
Dieses Seminar beginnt zunächst mit einer Zusammenfassung der Geschichte von „1000 Jahre Pommern“.
Der weitere Schwerpunkt der Präsentation liegt auf (protestantischen) Kirchenbüchern und Standesamtsregistern und erklärt die Organisationsstrukturen der protestantischen Kirche und der Zivilverwaltung in Pommern bis 1945.

Im Vortrag wird ein Überblick über die Anwendungen, Vorhaben und Dienste im Genealogienetz (genealogy.net) des Vereins für Computergenealogie e.V. gegeben.
Es werden 30 genealogische Angebote vorgestellt: von Adressbüchern über GenWiki bis zu Zenodo.

Vergangenen September erschien die neue Version der beliebten Genealogie-Software für Windows und Mac. Heredis 2026 legt den Schwerpunkt auf neue Perspektiven in der Ahnenforschung und ermöglicht es, die eigene Familiengeschichte in einen historischen Kontext zu setzen. Dafür wurden verschiedene Funktionen und Tools entwickelt, die einen Bezug zwischen den individuellen Lebensläufen und dem geschichtlichen Weltgeschehen herstellen.
Aber das ist noch nicht alles!
Entdecken Sie in diesem Vortrag die Neuheiten von Heredis 2026. Neben einem Einblick in die neuen Funktionen erhalten Sie ebenfalls Tipps und Tricks für deren Einsatz in der täglichen Familienforschung.
Wer die neue Version schon vorher ausprobieren möchte, kann sich die kostenlose Demoversion auf der Website von Heredis herunterladen.
Weitere Informationen zu Heredis unter: https://home.heredis.com/de/

In vielen Familiengeschichten gibt es Lücken, Brüche und unausgesprochene Erinnerungen.
Der Vortrag beleuchtet, wie sich solche Erfahrungen über Generationen hinweg auswirken können und welche Rolle Biographiearbeit in der genealogischen Forschung spielt. Er zeigt Wege auf, sensibel mit überliefertem Schweigen umzugehen und Familiengeschichten in ihrer ganzen Tiefe zu verstehen.

Ahnenforschungsplattformen wie Ancestry, MyHeritage oder WikiTree sind heute zentrale Arbeitsumgebungen für viele Familienforscher. Sie bieten nicht nur Zugang zu umfangreichen digitalisierten historischen Quellen, sondern auch vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung und Zusammenarbeit.
Das Forschungsprojekt „‘You Are Your History‘: Family Memory and Identity on Genealogy Platforms“ am Zentrum für Medien, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen untersucht, wie die Plattformen genealogische Praxis, Austausch und Selbstverständnis von Familienforschern verändern. Grundlage sind qualitative Interviews mit Hobby-Genealogen sowie eine vergleichende Analyse verschiedener Plattformen und ihrer Funktionen.
Im Vortrag werden erste Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Sie zeigen unter anderem einen hohen Professionalisierungsgrad unter Hobby-Familienforschern sowie einen souveränen und kreativen Umgang mit den Angeboten der Plattformen – einschließlich Strategien, diese gezielt zu ergänzen, anzupassen oder zu umgehen. Zudem wird deutlich, dass Vernetzung und Zusammenarbeit häufig auch über die Plattformen hinaus stattfinden, etwa in Vereinen, Projekten oder informellen Netzwerken.
Im Anschluss besteht Gelegenheit, eigene Erfahrungen mit genealogischen Plattformen einzubringen und als Teil der genealogischen Community gemeinsam über aktuelle Praktiken, Chancen und zukünftige Entwicklungen zu diskutieren.


Wer kennt sie nicht, die alten Fotos vom Großvater oder dem Onkel in Uniform, mit einer Beschriftung wie „Russland, Winter 1942, Minus 40 Grad“, oder die Erzählung über den Großonkel, der „in Frankreich und anschließend in Kriegsgefangenschaft“ war. Möchte man nun genaueres erfahren kann die weitere Recherche allerdings mühsam sein: Sei es durch Lücken in den Archivbeständen oder weil einem die Welt des Soldaten erst einmal fremd ist. Und doch kann man auch als militärischer Laie vieles in Erfahrung bringen, wenn man sich mit dem Thema intensiver beschäftigt.
Es stellen sich dann z.B. diese Fragen:
Dieser Vortrag soll deshalb einen Überblick über die wichtigsten Quellen und Hilfsmittel geben. Ergänzt mit Erfahrungen aus der eigenen Forschung, einschließlich Details aus einer Wehrmachtsprozessakte – spannend wie ein Krimi und mit einem immer noch ungelösten Rätsel.
Peter Engel aus St. Wendel, geb. 1819, wanderte 1837 nach Amerika und gründete eine Familie. Er lebte lange und starb 1919. Sein „obituary“ ist lang und sehr detailliert.
Eine tolle Quelle für Familienforscher. Aber stimmt er auch? Wer hat ihn zusammengetragen? Woher stammen die Informationen?
Im Vortrag folgen wir seinen Spuren Schritt für Schritt.


Es wird von den ersten Quellen über die Familie im 17. Jh. berichtet, über 4 Söhne, die aus zwei Generationen auf Wanderschaft gingen und ein paar Nachfahren, über die Quellen vorliegen, die über die Kirchenbücher/Standesamtsurkunden hinaus gehen.

Der Vortrag führt in die spannende Geschichte der Galiziendeutschen ein – jener deutschsprachigen Siedler, die sich ab dem späten 18. Jahrhundert in der Habsburger Provinz Galizien niederließen. Ihre Nachfahren leben heute über die ganze Welt verstreut.
Anhand historischer Beispiele und genealogischer Quellen zeigt der Vortrag, wie Familienforscher ihre galiziendeutschen Wurzeln aufspüren können – trotz der komplexen historischen Grenzen und wechselvollen politischen Geschichte der Region.

Erkenne, was du trägst, wie du dich davon befreien kannst – und wie du neue Kraft aus deinem Stammbaum schöpfst.
Hast du manchmal das Gefühl, dass sich bestimmte Situationen, Schicksalsschläge, Themen, Ängste oder Konflikte immer wiederholen – in deiner Familie oder in deinem eigenen Leben?
In diesem Workshop tauchen wir gemeinsam in das mentale Erbe unserer Vorfahren ein – jene unsichtbaren Programme, Emotionen und Überzeugungen, die über Generationen weitergegeben werden und uns unbewusst prägen. Sie können uns begrenzen – oder uns beflügeln.
Du lernst, familiäre Muster zu erkennen, ihre Wirkung auf dein Denken und Fühlen zu verstehen und erste Schritte zu gehen, um dich davon zu lösen.
Wir beginnen mit einer kurzen Express-Analyse, gefolgt von einer sanften Reflexionsübung, die dir hilft, nicht nur die Schwere, sondern auch die Kraft deines Stammbaums zu spüren – und sie bewusst für dein heutiges Leben zu nutzen.
Für wen:
Für alle, die sich für das Thema Familie, Ahnen, mentale Gesundheit und persönliches Wohlbefinden interessieren – besonders, wenn du spürst, dass sich alte Geschichten wiederholen und du verstehen möchtest, wie du sie beenden und neu schreiben kannst.
Hinweis:
Du brauchst keinen vollständigen Stammbaum, um teilzunehmen – falls du aber bereits einen hast, bring ihn gerne mit.
Was du mitnimmst:
✨ Ein tieferes Verständnis für dein emotionales und mentales Erbe
✨ Erste praktische Schritte, um dich von belastenden Mustern zu befreien
✨ Eine neue, stärkende Verbindung zu deiner Herkunft – und zu dir selbst
Tipps aus der Praxis: Was sollte alles bei der Erstellungen eine OFB, insbesondere im Rahmen des Projektes OFB von CompGen, beachtet werden.

Schrift ist der Schlüssel zur Vergangenheit. Um historische Dokumente lesen zu können, braucht man oft Kenntnisse der Sütterlin- und Kurrentschrift.
Wie kann man sie lesen lernen? Und wie geht man vor, wenn man ein Wort nicht entziffern kann?
In diesem 90-minütigen Workshop erhalten Sie Hintergrundinformationen und viele hilfreiche Tipps aus der Praxis – natürlich haben Sie auch Gelegenheit selbst loszulegen.
Hinweis: Am besten Papier und Füller bereitlegen. Für eine besonders bequeme Teilnahme am Workshop drucken Sie bitte das Hand-Out vorab aus.

Was, wenn „das Internet“ mehr über Ihre eigene Familie weiß als Sie selber? Würden Sie dann nicht auch neugierig werden und anfangen zu recherchieren? – Dem Publizisten und Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Dittrich-Windhüfel passierte dies 2017 und begann dann so etwas wie seine private Familiengeschichtsforschung, die ihn in „Online“ verfügbare Matriken-, Gemeindegedenkbücher und die allgemein zugänglichen Presserzeugnisse des 20. Jh. Einblick
nehmen ließ. Über Landes- und Sprachgrenzen hinweg führten seine Recherchen vor allem ins sog. Sudetenland, woher seine Eltern, Großeltern und der größte Teil seiner Verwandtschaft stammen.
Die Ursprungsfamilien des Referenten lebte bis 1946 im nordostböhmischen Dorf Kukus. Über Jahrzehnte hinweg änderten sich Staatszugehörigkeiten, ohne dass sich der Lebensmittelpunkt der Familie veränderte. Die quasi aus dem Nichts heraus gestartete Recherche über das Leben im ehemaligen Landkreis Trautenau und speziell des Örtchens Kukus in Sichtweite des Riesengebirges hat inzwischen erstaunliche Ergebnisse erbracht und die Familiengeschichte in ein völlig neues Licht gesetzt.
Dabei halfen ihm nicht nur die im Internet frei zugänglichen Datenbanken und Texte, sondern auch der Einblick in Dokumente deutscher, polnischer und tschechischer Archive sowie die inzwischen zahlreich erschienenen wissenschaftlichen Forschungsarbeiten, die gerade die 1930erund 1940er-Jahre im Fokus haben und über Sprachgrenzen hinweg Ergebnisse zu Tage fördern, die so manchen familienbiographischen Hintergrund erhellten.
Die Familie blieb nach Ende des Zweiten Weltkriegs dauerhaft von Verlusten und Brüchen geprägt.
Die spätere Recherche des Referenten in den letzten Jahren zeigt deren Geschichte als exemplarisch für viele sudetendeutsche Biografien des 20. Jahrhunderts, stellvertretend für das Schicksal vieler sudetendeutscher Familien, deren Lebenswege durch politische Umbrüche, Anpassung, Schuld, Gewalt und Vertreibung geprägt wurden – und deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind.

Während des Vortrages werden verschiedene interessante Quellen vorgestellt, die es neben den Kirchenbüchern und Standesamtsregistern zu finden gibt.
Hier wird auch berichtet, welche von diesen bereits durch Mitglieder der AGoFF ausgewertet wurden und wo man diese auf der Webseite der AGoFF finden kann.

Die ersten Profile wurden auf WikiTree erstellt. Und schon stellen sich die ersten Fragen nach Verlinkungen, Kategorien, Quellen, Zitaten, etc. Dann wird es Zeit für die „WikiTree-Werkstatt“.
In diesem Workshop könnt Ihr Eure Fragen bei Florian platzieren und auch andere Anwender stehen bereit, um aus den Erfahrungen zu berichten.
Bringt doch Eure Profile gleich mit und arbeitet direkt im Workshop mit den anderen WikiTreern daran.
Dieser Workshop ist ganz ohne WikiTree-Erfahrung nur bedingt hilfreich.

Dieser Workshop knüpft an den Vortrag „Verlorene Dörfer finden“ an und bietet die Möglichkeit, das Gelernte praktisch anzuwenden.
Gemeinsam üben wir zunächst, wie Sie mit Ortsverzeichnissen historische Ortsnamen ermitteln.
Anschließend arbeiten wir intensiv mit dem Kartenforum 2.0, um verschwundene Dörfer, alte Fluren oder Ortsstrukturen auf historischen Karten sichtbar zu machen.
In Breakout-Rooms haben Sie Gelegenheit, eigene Beispiele einzubringen und die Methoden selbst auszuprobieren. So werden aus der Theorie direkt anwendbare Forschungsschritte.

Gramps Web macht genealogische Forschung im Browser möglich – interaktiv, gemeinsam und datensouverän.
In diesem Workshop lernen Teilnehmende, wie sie mit Gramps Web Personen, Familien und Quellen erfassen, Stammbäume visualisieren, Medien und Orte einbinden sowie mit anderen Forschenden zusammenarbeiten können.
Anhand praktischer Beispiele zeige ich aktuelle Funktionen wie interaktive Diagramme, Zeitkarten mit historischen Kartenebenen und die neue KI-gestützte Such- und Abfragefunktion.
Ziel ist, den eigenen Stammbaum mit Gramps Web produktiv zu nutzen und Forschungsergebnisse anschaulich darzustellen.

Viele Familienforscherinnen haben schon von Erbenermittlung gehört. Viele Aspekte dieser Tätigkeit sind jedoch nicht sehr bekannt.
Banal gesagt, geht es bei der Erbenermittlung darum, lebende Verwandte zu finden. In diesem Fall nicht in der eigenen Familie, sondern die lebenden Verwandten einer verstorbenen Person, der Erblasserin. Wenn diese einmal alle gefunden sind, kommt noch ein Rattenschwanz an anderen Tätigkeiten hinterher, bis ein Fall abgeschlossen werden kann, und die rechtmäßigen Erbinnen ihre Anteile bekommen (und nicht der Staat!).
Dieser Vortrag soll einen Überblick über die Erbenermittlung geben, und mit einigen Fallbeispielen auch die Nützlichkeit der spezifischen Recherchemethoden für Familienforscherinnen darstellen, denn durch die DNA-Genealogie ist das Finden lebender Verwandter wichtiger geworden.
Dieser Vortrag untersucht methodische Ansätze zur Analyse von Einwanderer-Adressbüchern als einzigartige dokumentarische Quellen, die Archivwissenschaft und genealogische Forschung verbinden.
Anhand einer Fallstudie zu deutsch-amerikanischen Einwanderergemeinschaften zeige ich, wie Adressbücher sowohl als Verwaltungsdokumente als auch als reichhaltige genealogische Ressourcen fungieren, wenn sie durch einen integrierten methodologischen Rahmen betrachtet werden.
Die Analyse behandelt drei Schlüsseldimensionen von Einwanderer-Adressbüchern:
+ Strukturelle Dokumentationsmuster, die administrative Kategorisierung und soziale Hierarchien innerhalb von Einwanderergemeinschaften offenbaren
+ Vergleichende Analysemethoden zur Kreuzreferenzierung von Adressbucheinträgen mit anderen Quellentypen (Standesamtsregister, Kirchenbücher, Auswanderungsdokumentation)
+ Räumlich-zeitliche Kartierungstechniken zur Verfolgung von Einwanderersiedlungsmustern und Gemeinschaftsbildung
Basierend auf formeller Archivtheorie und praktischen genealogischen Methodologien stellt dieser Vortrag ein hybrides Forschungsmodell vor, das folgende Elemente synthetisiert:
Schlüsselwörter: Adressbücher, Migrationsdokumentation, Archivmethodologie, deutsch-amerikanische Genealogie, hybride Forschungsmethoden, standortbasierte Forschung, Gemeinschaftsrekonstruktion, Einwanderergemeinschaften, historische Verzeichnisse, räumliche Analyse

Um einen Einstieg in die Familienforschung in Bayern zu erleichtern oder auch erfahrenen Forschern hilfreiche Hinweise zu liefern, möchte ich einen historischen Überblick zur Entwicklung Bayerns vom Mittelalter bis zur Gegenwart mit auf den Weg geben.
Das Verständnis der Quellenlage (in einem weiteren Vortrag von Michael Mautner) wird dadurch erleichtert.

Als Fortsetzung der historischen Einführung zu Bayern von Helga Frank möchte ich die konkrete Quellensituation zur Familienforschung in Bayern darstellen und auf alle wesentlichen Quellen und ihre Zugangsmöglichkeiten hinweisen.

Der Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Werkzeugen mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Ahnen- und Familienforschung.

„Geburtsort Böhmen/Mähren/Schlesien“ – und schon führt Ihre Forschung Sie nach Tschechien.
Ein Land mit bewegter Geschichte und bewegenden Lebensgeschichten, deren Erforschung sich lohnt!
Der Vortrag nimmt Sie mit in verschiedene tschechische Archive, bietet Hinweise zum Finden der richtigen Orte und Archive sowie weitere nützliche Tipps rund um die Forschung in Tschechien.
Sie werden erstaunt sein, was über die Kirchenbücher hinaus an Schätzen in den Archiven schlummert.

Im alten Reich waren Bewohner eines Dorfes unterschiedlichsten Rechtsverhältnissen unterworfen. Sie waren aber nicht nur in eine herrschaftliche Struktur eingebunden, sondern auch Teil einer Dorfgemeinschaft, in welcher eine gewisse Selbstverwaltung gefordert war.
Entsprechend stellen sich Fragen: Wer konnte in welchen Angelegenheiten bestimmen? Welche Abgaben und Dienste waren wem zu leisten und wie ermittelten sich diese Abgaben? Welche Aufgaben in der Gemeinde wurden von wem erledigt?
Der Vortrag soll am Beispiel von Altwürttemberg zeigen, wie die Rechtsverhältnisse in einem frühneuzeitlichen Dorf typischerweise ausgestaltet sein konnten.
In anderen Teilen Deutschlands mag es abweichende Begrifflichkeiten gegeben haben, in den Grundzügen ist das Rechtssystem jedoch übertragbar.

Das sogenannte visuelle Phasing ist eine faszinierende Methode, um mithilfe von DNA-Tests herauszufinden, welche Chromosomenabschnitte von welchen Großeltern stammen. Diese Technik hilft, DNA-Matches präziser bestimmten Familienzweigen zuzuordnen und so genealogische Zusammenhänge besser zu verstehen.
In diesem praxisorientierten Workshop lernen die Teilnehmenden Schritt für Schritt, wie man aus den DNA-Daten von Geschwistern gemeinsame und unterschiedliche Segmente erkennt, wie man Rekombinationen identifiziert und wie sich daraus elterliche Chromosomen rekonstruieren lassen – ganz ohne teure Software, nur mit Logik, Tabellen und etwas Farbenverständnis.
Der Workshop richtet sich an genealogisch Interessierte, die bereits grundlegende Kenntnisse der DNA-Genealogie besitzen und ihre Analysefähigkeiten vertiefen möchten. Am Ende werden die Teilnehmenden in der Lage sein, eigene visuelle Phasing-Projekte zu starten und DNA-Matches gezielter auszuwerten.

Der Vortrag zeigt, wie KI-gestützte Transkription historische Dokumente im Riksarkivet leichter auffindbar und durchsuchbar macht.
Interessantes Material für deutsche Ahnenforscher umfasst unter anderem Gerichtsprotokolle, Polizeiberichte und Militärunterlagen.
Anhand praktischer Beispiele wird erklärt, wie man diese Materialien findet und welche Möglichkeiten sich für die eigene Ahnenforschung eröffnen können.


Der Vortrag beschäftigt sich anhand sechs anonymisierter Fallbeispiele mit den Facetten von Familiengeheimnissen, Tabus und dem Schweigen in Familien.
Erfahren Sie hier, was sich rund um das virtuelle Mitmach-Festival für Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher tut
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