Eine virtuelles Festival rund um die Familienforschung
Hier sehen Sie die Agenda mit allen Vorträgen und Workshops im Hauptprogramm (Raum 1 und Raum 2).
An den Messeständen der Aussteller gibt es viele weitere
Vortrags- und Sprechstundenangebote.
(Änderungen vorbehalten)
Alle Uhrzeiten sind Mitteleuropäische Zeit (MEZ)


Die deutsche Kolonialzeit ist ein komplexes und oft unterschätztes Forschungsfeld in der Genealogie. Am Beispiel einer Recherche zu einem Postmeister in Deutsch-Ostafrika in den frühen 1890er Jahren zeigt dieser Vortrag, welche vielfältigen Quellen zur Verfügung stehen – und wie sich aus fragmentarischen Spuren ein überraschend lebendiges Bild rekonstruieren lässt.
Neben klassischen genealogischen Fragen stehen hier auch Alltagsleben, koloniale Verwaltungsstrukturen, lokale Gegebenheiten und persönliche Schicksale im Fokus.
Beleuchtet werden u. a.:
– Archive und Spezialquellen zur deutschen Kolonialverwaltung
– Das Deutsche Kolonialblatt, Amtskalender und Dienstvorschriften
– Zeitgenössische Bilder, Reiseberichte und Kartenmaterial
Ziel ist es, das Bewusstsein für eine forschungsbasierte, aber reflektierte Genealogie zu schärfen, die nicht nur Ahnen sucht, sondern auch die historischen Bedingungen ihres Lebens berücksichtigt.

Haben Sie schon einmal nach dem Herkunftsort Ihrer Vorfahren gesucht und diesen auf keiner aktuellen Karte gefunden?
Viele Orte in Deutschland sind durch Krieg, Bergbau oder politische Veränderungen verschwunden oder umbenannt worden.
In diesem Vortrag zeige ich, wie Sie solche „verlorenen Dörfer“ mit kostenlosen Online-Werkzeugen wie Meyers Gazetteer, Kartenforum 2.0 und verschiedenen regionalen Ortsverzeichnissen wiederfinden.
Anhand praktischer Fallstudien aus Sachsen erfahren Sie, wie Sie verschwundene Orte lokalisieren und ihre historische Zugehörigkeit bestimmen.

Nicht alle Auswanderer hinterließen Spuren in den bekannten Passagierlisten. Manche reisten als Crewmitglieder, Seeleute, Schiffspersonal – oder ganz ohne offizielle Erfassung.
Dieser Vortrag widmet sich den „unsichtbaren“ Auswanderern und den oft übersehenen, aber äußerst aufschlussreichen Quellen zur Schifffahrt und Auswanderung im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Immer mehr Genealogen nutzen DNA-Tests, um neue Verwandtschaftsbeziehungen zu entdecken oder bestehende Stammbäume zu bestätigen. Doch ohne ein grundlegendes Verständnis biologischer Konzepte wie Vererbung, Chromosomen, Rekombination und Mutationen kann die Interpretation von DNA-Matches leicht in die Irre führen.
In diesem Vortrag werden die biologischen Grundlagen der genetischen Genealogie anschaulich erklärt: Wie DNA aufgebaut ist, wie sie von Generation zu Generation weitergegeben wird, warum Geschwister unterschiedliche Anteile der elterlichen DNA erben und weshalb entfernte Verwandtschaften manchmal genetisch „unsichtbar“ bleiben.
Ziel ist es, genealogisch Interessierten das nötige biologische Hintergrundwissen zu vermitteln, um DNA-Ergebnisse kritisch zu hinterfragen, Matches besser einzuordnen und die Möglichkeiten – aber auch die Grenzen – genetischer Genealogie besser zu verstehen.

Wenn wir an die großen Handelsschiffe der niederländischen Ostindien-Kompanie denken, kommen uns das weite Meer, Abenteuer, Kapitäne, Händler oder Entdecker in den Sinn. Doch was ist mit den einfachen Matrosen – den Männern unter Deck, deren Namen kaum überliefert sind, die aber maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf dieser Reisen beitrugen?
Was wissen wir wirklich über den Alltag der einfachen Matrosen, die im 18. Jahrhundert auf den Ostindienfahrern segelten? Über ihre Ernährung, ihre Schlafgewohnheiten, ihre Kämpfe mit Krankheiten und die ständige Bedrohung durch Hunger und Elend?
In diesem Vortrag werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der großen Seefahrergeschichte und erfahren, wie der „normale“ Matrose auf hoher See lebte – von Zwieback und Maden, über Krankheit und Tod und der Enge an Bord bis hin zu exotischen Gewürzen und Schiffsplanken, die mehr als nur Abenteuer boten.
Eine Reise in die Welt der „Armen Schlucker“, über die wir nur selten etwas erfahren.

Übersicht über Recherchemöglichkeiten zum 2. Weltkrieg mit Erfahrungen aus der Praxis: z.B. Bundesarchiv, „Tessin“, „Fehlertabelle der Wehrmacht“, Kriegsgefangenschaft, dazu Beispiele aus Wehrstammakte, Wehrmachtsprozessakte (spannend wie ein Krimi), etc. …
Peter Engel aus St. Wendel, geb. 1819, wanderte 1837 nach Amerika und gründete eine Familie. Er lebte lange und starb 1919. Sein „obituary“ ist lang und sehr detailliert.
Eine tolle Quelle für Familienforscher. Aber stimmt er auch? Wer hat ihn zusammengetragen? Woher stammen die Informationen?
Im Vortrag folgen wir seinen Spuren Schritt für Schritt.

Es wird von den ersten Quellen über die Familie im 17. Jh. berichtet, über 4 Söhne, die aus zwei Generationen auf Wanderschaft gingen und ein paar Nachfahren, über die Quellen vorliegen, die über die Kirchenbücher/Standesamtsurkunden hinaus gehen.

Erkenne, was du trägst, wie du dich davon befreien kannst – und wie du neue Kraft aus deinem Stammbaum schöpfst.
Hast du manchmal das Gefühl, dass sich bestimmte Situationen, Schicksalsschläge, Themen, Ängste oder Konflikte immer wiederholen – in deiner Familie oder in deinem eigenen Leben?
In diesem Workshop tauchen wir gemeinsam in das mentale Erbe unserer Vorfahren ein – jene unsichtbaren Programme, Emotionen und Überzeugungen, die über Generationen weitergegeben werden und uns unbewusst prägen. Sie können uns begrenzen – oder uns beflügeln.
Du lernst, familiäre Muster zu erkennen, ihre Wirkung auf dein Denken und Fühlen zu verstehen und erste Schritte zu gehen, um dich davon zu lösen.
Wir beginnen mit einer kurzen Express-Analyse, gefolgt von einer sanften Reflexionsübung, die dir hilft, nicht nur die Schwere, sondern auch die Kraft deines Stammbaums zu spüren – und sie bewusst für dein heutiges Leben zu nutzen.
Für wen:
Für alle, die sich für das Thema Familie, Ahnen, mentale Gesundheit und persönliches Wohlbefinden interessieren – besonders, wenn du spürst, dass sich alte Geschichten wiederholen und du verstehen möchtest, wie du sie beenden und neu schreiben kannst.
Hinweis:
Du brauchst keinen vollständigen Stammbaum, um teilzunehmen – falls du aber bereits einen hast, bring ihn gerne mit.
Was du mitnimmst:
✨ Ein tieferes Verständnis für dein emotionales und mentales Erbe
✨ Erste praktische Schritte, um dich von belastenden Mustern zu befreien
✨ Eine neue, stärkende Verbindung zu deiner Herkunft – und zu dir selbst
Tipps aus der Praxis: Was sollte alles bei der Erstellungen eine OFB, insbesondere im Rahmen des Projektes OFB von CompGen, beachtet werden.

Hier werden einige Quellen, die es neben den Kirchenbüchern und Standesamtsregistern existieren vorgestellt, teilweise sind diese auch bereits ausgewertet und auf der AGoFF-Webseite durchsuchbar.

Dieser Workshop knüpft an den Vortrag „Verlorene Dörfer finden“ an und bietet die Möglichkeit, das Gelernte praktisch anzuwenden.
Gemeinsam üben wir zunächst, wie Sie mit Ortsverzeichnissen historische Ortsnamen ermitteln.
Anschließend arbeiten wir intensiv mit dem Kartenforum 2.0, um verschwundene Dörfer, alte Fluren oder Ortsstrukturen auf historischen Karten sichtbar zu machen.
In Breakout-Rooms haben Sie Gelegenheit, eigene Beispiele einzubringen und die Methoden selbst auszuprobieren. So werden aus der Theorie direkt anwendbare Forschungsschritte.

Viele Familienforscherinnen haben schon von Erbenermittlung gehört. Viele Aspekte dieser Tätigkeit sind jedoch nicht sehr bekannt.
Banal gesagt, geht es bei der Erbenermittlung darum, lebende Verwandte zu finden. In diesem Fall nicht in der eigenen Familie, sondern die lebenden Verwandten einer verstorbenen Person, der Erblasserin. Wenn diese einmal alle gefunden sind, kommt noch ein Rattenschwanz an anderen Tätigkeiten hinterher, bis ein Fall abgeschlossen werden kann, und die rechtmäßigen Erbinnen ihre Anteile bekommen (und nicht der Staat!).
Dieser Vortrag soll einen Überblick über die Erbenermittlung geben, und mit einigen Fallbeispielen auch die Nützlichkeit der spezifischen Recherchemethoden für Familienforscherinnen darstellen, denn durch die DNA-Genealogie ist das Finden lebender Verwandter wichtiger geworden.

Um einen Einstieg in die Familienforschung in Bayern zu erleichtern oder auch erfahrenen Forschern hilfreiche Hinweise zu liefern, möchte ich einen historischen Überblick zur Entwicklung Bayerns vom Mittelalter bis zur Gegenwart mit auf den Weg geben.
Das Verständnis der Quellenlage (in einem weiteren Vortrag von Michael Mautner) wird dadurch erleichtert.

Als Fortsetzung der historischen Einführung zu Bayern von Helga Frank möchte ich die konkrete Quellensituation zur Familienforschung in Bayern darstellen und auf alle wesentlichen Quellen und ihre Zugangsmöglichkeiten hinweisen.

Über- und Ausblick zu KI in der Genealogie

Das sogenannte visuelle Phasing ist eine faszinierende Methode, um mithilfe von DNA-Tests herauszufinden, welche Chromosomenabschnitte von welchen Großeltern stammen. Diese Technik hilft, DNA-Matches präziser bestimmten Familienzweigen zuzuordnen und so genealogische Zusammenhänge besser zu verstehen.
In diesem praxisorientierten Workshop lernen die Teilnehmenden Schritt für Schritt, wie man aus den DNA-Daten von Geschwistern gemeinsame und unterschiedliche Segmente erkennt, wie man Rekombinationen identifiziert und wie sich daraus elterliche Chromosomen rekonstruieren lassen – ganz ohne teure Software, nur mit Logik, Tabellen und etwas Farbenverständnis.
Der Workshop richtet sich an genealogisch Interessierte, die bereits grundlegende Kenntnisse der DNA-Genealogie besitzen und ihre Analysefähigkeiten vertiefen möchten. Am Ende werden die Teilnehmenden in der Lage sein, eigene visuelle Phasing-Projekte zu starten und DNA-Matches gezielter auszuwerten.

Erfahren Sie hier, was sich rund um das virtuelle Mitmach-Festival für Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher tut
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen