Unser Programm 2026

Alle Vorträge und Workshops des Hauptprogramms auf einen Blick

Alle Uhrzeiten sind Mitteleuropäische Zeit (MEZ)

Das Programm für 2026 folgt Stück für Stück in den nächsten Wochen und wird regelmäßig ergänzt, sobald neue Programmpunkte bestätigt sind (Änderungen vorbehalten)

  • Freitag 06.02.2026
  • Samstag 07.02.2026
  • Sonntag 08.02.2026
  • Montag 09.02.2026
  • Dienstag 10.02.2026
  • Donnerstag 12.02.2026
  • Freitag 13.02.2026
  • Samstag 14.02.2026
  • Raum 1
17:30 - 18:00Eröffnung der Genealogica 2026 By Barbara Schmidt & Anja KleinGenealogica
Andrea Bentschneider
18:00 - 18:45Eine Recherche zu Zeiten des Kolonialismus – Auf den Spuren eines Postmeisters in Deutsch-Ostafrika By Andrea BentschneiderBeyond History

Die deutsche Kolonialzeit ist ein komplexes und oft unterschätztes Forschungsfeld in der Genealogie. Am Beispiel einer Recherche zu einem Postmeister in Deutsch-Ostafrika in den frühen 1890er Jahren zeigt dieser Vortrag, welche vielfältigen Quellen zur Verfügung stehen – und wie sich aus fragmentarischen Spuren ein überraschend lebendiges Bild rekonstruieren lässt.

Neben klassischen genealogischen Fragen stehen hier auch Alltagsleben, koloniale Verwaltungsstrukturen, lokale Gegebenheiten und persönliche Schicksale im Fokus.

Beleuchtet werden u. a.:

– Archive und Spezialquellen zur deutschen Kolonialverwaltung
– Das Deutsche Kolonialblatt, Amtskalender und Dienstvorschriften
– Zeitgenössische Bilder, Reiseberichte und Kartenmaterial

Ziel ist es, das Bewusstsein für eine forschungsbasierte, aber reflektierte Genealogie zu schärfen, die nicht nur Ahnen sucht, sondern auch die historischen Bedingungen ihres Lebens berücksichtigt.

  • Raum 1
Genealogica - Lars Thiele
14:00 - 14:45Verlorene Dörfer finden: Genealogische Spurensuche mit Karten und Ortsverzeichnissen By Lars ThieleDer Archivbegleiter

Haben Sie schon einmal nach dem Herkunftsort Ihrer Vorfahren gesucht und diesen auf keiner aktuellen Karte gefunden?

Viele Orte in Deutschland sind durch Krieg, Bergbau oder politische Veränderungen verschwunden oder umbenannt worden.

In diesem Vortrag zeige ich, wie Sie solche „verlorenen Dörfer“ mit kostenlosen Online-Werkzeugen wie Meyers Gazetteer, Kartenforum 2.0 und verschiedenen regionalen Ortsverzeichnissen wiederfinden.

Anhand praktischer Fallstudien aus Sachsen erfahren Sie, wie Sie verschwundene Orte lokalisieren und ihre historische Zugehörigkeit bestimmen.

Andrea Bentschneider
15:00 - 15:45Jenseits der Passagierlisten – Übersehene Quellen zur Auswanderung und zur Schifffahrt By Andrea BentschneiderBeyond History

Nicht alle Auswanderer hinterließen Spuren in den bekannten Passagierlisten. Manche reisten als Crewmitglieder, Seeleute, Schiffspersonal – oder ganz ohne offizielle Erfassung.

Dieser Vortrag widmet sich den „unsichtbaren“ Auswanderern und den oft übersehenen, aber äußerst aufschlussreichen Quellen zur Schifffahrt und Auswanderung im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Sabine Akabayov
16:00 - 16:45Biologie für Genealogen By Sabine Akabayov

Immer mehr Genealogen nutzen DNA-Tests, um neue Verwandtschaftsbeziehungen zu entdecken oder bestehende Stammbäume zu bestätigen. Doch ohne ein grundlegendes Verständnis biologischer Konzepte wie Vererbung, Chromosomen, Rekombination und Mutationen kann die Interpretation von DNA-Matches leicht in die Irre führen.

In diesem Vortrag werden die biologischen Grundlagen der genetischen Genealogie anschaulich erklärt: Wie DNA aufgebaut ist, wie sie von Generation zu Generation weitergegeben wird, warum Geschwister unterschiedliche Anteile der elterlichen DNA erben und weshalb entfernte Verwandtschaften manchmal genetisch „unsichtbar“ bleiben.

Ziel ist es, genealogisch Interessierten das nötige biologische Hintergrundwissen zu vermitteln, um DNA-Ergebnisse kritisch zu hinterfragen, Matches besser einzuordnen und die Möglichkeiten – aber auch die Grenzen – genetischer Genealogie besser zu verstehen.

18:00 - 18:45Matrosen, Maden, Muskatnuss – Alltag auf den Schiffen der Ostindienkompanie By Karen Feldbusch

Wenn wir an die großen Handelsschiffe der niederländischen Ostindien-Kompanie denken, kommen uns das weite Meer, Abenteuer, Kapitäne, Händler oder Entdecker in den Sinn. Doch was ist mit den einfachen Matrosen – den Männern unter Deck, deren Namen kaum überliefert sind, die aber maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf dieser Reisen beitrugen?

Was wissen wir wirklich über den Alltag der einfachen Matrosen, die im 18. Jahrhundert auf den Ostindienfahrern segelten? Über ihre Ernährung, ihre Schlafgewohnheiten, ihre Kämpfe mit Krankheiten und die ständige Bedrohung durch Hunger und Elend?

In diesem Vortrag werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der großen Seefahrergeschichte und erfahren, wie der „normale“ Matrose auf hoher See lebte – von Zwieback und Maden, über Krankheit und Tod und der Enge an Bord bis hin zu exotischen Gewürzen und Schiffsplanken, die mehr als nur Abenteuer boten.

Eine Reise in die Welt der „Armen Schlucker“, über die wir nur selten etwas erfahren.

  • Raum 1
13:00 - 13:45Was machte (Ur)Großvater im 2. Weltkrieg? Eine Anleitung zur Spurensuche By Andreas StraußAhnenforschung Andreas Strauß

Übersicht über Recherchemöglichkeiten zum 2. Weltkrieg mit Erfahrungen aus der Praxis: z.B. Bundesarchiv, „Tessin“, „Fehlertabelle der Wehrmacht“, Kriegsgefangenschaft, dazu Beispiele aus Wehrstammakte, Wehrmachtsprozessakte (spannend wie ein Krimi), etc. …

Genealogica - Roland Geiger
14:00 - 14:45Über die Wahrheit in amerikanischen Nachrufen – am Beispiel des Peter Engel aus St. Wendel, der im 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert ist By Roland Geiger

Peter Engel aus St. Wendel, geb. 1819, wanderte 1837 nach Amerika und gründete eine Familie. Er lebte lange und starb 1919. Sein „obituary“ ist lang und sehr detailliert.

Eine tolle Quelle für Familienforscher. Aber stimmt er auch? Wer hat ihn zusammengetragen? Woher stammen die Informationen?

Im Vortrag folgen wir seinen Spuren Schritt für Schritt.

16:00 - 16:45Die Familie Clausner (Klausener) aus Tirol und ihre Nachfahren in Franken, im Rheinland, den Niederlanden und Belgien By Georg Schmetz

Es wird von den ersten Quellen über die Familie im 17. Jh. berichtet, über 4 Söhne, die aus zwei Generationen auf Wanderschaft gingen und ein paar Nachfahren, über die Quellen vorliegen, die über die Kirchenbücher/Standesamtsurkunden hinaus gehen.

18:00 - 18:45Mentales Ahnenerbe – die unsichtbare Kraft oder die verborgene Scham deiner Familie By Evgenia Fuchs Rollheiser

Erkenne, was du trägst, wie du dich davon befreien kannst – und wie du neue Kraft aus deinem Stammbaum schöpfst.

Hast du manchmal das Gefühl, dass sich bestimmte Situationen, Schicksalsschläge, Themen, Ängste oder Konflikte immer wiederholen – in deiner Familie oder in deinem eigenen Leben?
In diesem Workshop tauchen wir gemeinsam in das mentale Erbe unserer Vorfahren ein – jene unsichtbaren Programme, Emotionen und Überzeugungen, die über Generationen weitergegeben werden und uns unbewusst prägen. Sie können uns begrenzen – oder uns beflügeln.

Du lernst, familiäre Muster zu erkennen, ihre Wirkung auf dein Denken und Fühlen zu verstehen und erste Schritte zu gehen, um dich davon zu lösen.
Wir beginnen mit einer kurzen Express-Analyse, gefolgt von einer sanften Reflexionsübung, die dir hilft, nicht nur die Schwere, sondern auch die Kraft deines Stammbaums zu spüren – und sie bewusst für dein heutiges Leben zu nutzen.

Für wen:
Für alle, die sich für das Thema Familie, Ahnen, mentale Gesundheit und persönliches Wohlbefinden interessieren – besonders, wenn du spürst, dass sich alte Geschichten wiederholen und du verstehen möchtest, wie du sie beenden und neu schreiben kannst.

Hinweis:
Du brauchst keinen vollständigen Stammbaum, um teilzunehmen – falls du aber bereits einen hast, bring ihn gerne mit.

Was du mitnimmst:
✨ Ein tieferes Verständnis für dein emotionales und mentales Erbe
✨ Erste praktische Schritte, um dich von belastenden Mustern zu befreien
✨ Eine neue, stärkende Verbindung zu deiner Herkunft – und zu dir selbst

Genealogica - Andreas Stephan | Foto: Andreas Stephan
19:00 - 19:45Tipps für die Erstellung von Online-Ortsfamilienbüchern By Andreas StephanGenDI

Tipps aus der Praxis: Was sollte alles bei der Erstellungen eine OFB, insbesondere im Rahmen des Projektes OFB von CompGen, beachtet werden.

  • Raum 1
18:00 - 18:45Quellen neben den Kirchenbüchern und Standesamtsregistern in Ostpreußen By Dirk Vollmer

Hier werden einige Quellen, die es neben den Kirchenbüchern und Standesamtsregistern existieren vorgestellt, teilweise sind diese auch bereits ausgewertet und auf der AGoFF-Webseite durchsuchbar.

  • Raum 1
Genealogica - Lars Thiele
18:00 - 19:30Orte sichtbar machen – Praxisworkshop mit Meyers Gazetteer und Kartenforum 2.0 | Workshop By Lars ThieleDer Archivbegleiter

Dieser Workshop knüpft an den Vortrag „Verlorene Dörfer finden“ an und bietet die Möglichkeit, das Gelernte praktisch anzuwenden.

Gemeinsam üben wir zunächst, wie Sie mit Ortsverzeichnissen historische Ortsnamen ermitteln.

Anschließend arbeiten wir intensiv mit dem Kartenforum 2.0, um verschwundene Dörfer, alte Fluren oder Ortsstrukturen auf historischen Karten sichtbar zu machen.

In Breakout-Rooms haben Sie Gelegenheit, eigene Beispiele einzubringen und die Methoden selbst auszuprobieren. So werden aus der Theorie direkt anwendbare Forschungsschritte.

  • Raum 1
Markus Schönherr
18:00 - 18:45Was macht eigentlich ein Erbenermittler? By Markus Schönherr

Viele Familienforscherinnen haben schon von Erbenermittlung gehört. Viele Aspekte dieser Tätigkeit sind jedoch nicht sehr bekannt.

Banal gesagt, geht es bei der Erbenermittlung darum, lebende Verwandte zu finden. In diesem Fall nicht in der eigenen Familie, sondern die lebenden Verwandten einer verstorbenen Person, der Erblasserin. Wenn diese einmal alle gefunden sind, kommt noch ein Rattenschwanz an anderen Tätigkeiten hinterher, bis ein Fall abgeschlossen werden kann, und die rechtmäßigen Erbinnen ihre Anteile bekommen (und nicht der Staat!).

Dieser Vortrag soll einen Überblick über die Erbenermittlung geben, und mit einigen Fallbeispielen auch die Nützlichkeit der spezifischen Recherchemethoden für Familienforscherinnen darstellen, denn durch die DNA-Genealogie ist das Finden lebender Verwandter wichtiger geworden.

  • Raum 1
18:00 - 18:45Familienforschung in Bayern: Historischer Überblick als Einstieg zum Verständnis der Quellenlage By Dr. Helga FrankGenealogie Mautner-Frank

Um einen Einstieg in die Familienforschung in Bayern zu erleichtern oder auch erfahrenen Forschern hilfreiche Hinweise zu liefern, möchte ich einen historischen Überblick zur Entwicklung Bayerns vom Mittelalter bis zur Gegenwart mit auf den Weg geben.

Das Verständnis der Quellenlage (in einem weiteren Vortrag von Michael Mautner) wird dadurch erleichtert.

18:45 - 19:30Familienforschung in Bayern: Forschungsmöglichkeiten und Quellenlage By Michael MautnerGenealogie Mautner-Frank

Als Fortsetzung der historischen Einführung zu Bayern von Helga Frank möchte ich die konkrete Quellensituation zur Familienforschung in Bayern darstellen und auf alle wesentlichen Quellen und ihre Zugangsmöglichkeiten hinweisen.

  • Raum 1
13:00 - 13:45KI in der Genealogie – Anwendungsfelder & Praxisbeispiele By Hermann Hartenthaler

Über- und Ausblick zu KI in der Genealogie

Sabine Akabayov
16:00 - 16:45Visuelles Phasing | Workshop By Sabine Akabayov

Das sogenannte visuelle Phasing ist eine faszinierende Methode, um mithilfe von DNA-Tests herauszufinden, welche Chromosomenabschnitte von welchen Großeltern stammen. Diese Technik hilft, DNA-Matches präziser bestimmten Familienzweigen zuzuordnen und so genealogische Zusammenhänge besser zu verstehen.

In diesem praxisorientierten Workshop lernen die Teilnehmenden Schritt für Schritt, wie man aus den DNA-Daten von Geschwistern gemeinsame und unterschiedliche Segmente erkennt, wie man Rekombinationen identifiziert und wie sich daraus elterliche Chromosomen rekonstruieren lassen – ganz ohne teure Software, nur mit Logik, Tabellen und etwas Farbenverständnis.

Der Workshop richtet sich an genealogisch Interessierte, die bereits grundlegende Kenntnisse der DNA-Genealogie besitzen und ihre Analysefähigkeiten vertiefen möchten. Am Ende werden die Teilnehmenden in der Lage sein, eigene visuelle Phasing-Projekte zu starten und DNA-Matches gezielter auszuwerten.

19:00 - 19:30Abschluss der Genealogica 2026 By Barbara Schmidt & Anja Kirsten KleinGenealogica

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